Besuch bei Freunden

Internationale Österreichische Schimeisterschaft der Transplantierten und Dialysepatienten

03. – 06. März 2016 Schwarzenberg am Hochficht

Für einige TransDia Mitglieder schon Tradition und fest im Kalender verankert, die alpinen und nordischen „Schimeisterschaften“ unserer Freunde von ATSF.
12 TransDia Wintersportler machten sich auf den Weg nach Oberösterreich.
Austragungsort in diesem Jahr der südliche Böhmerwald am Hochficht in der Verbandsgemeinde Schwarzenberg. Bei der Anfahrt glaubt der skitransportierende Reisende nicht, ob er diese überhaupt zum Einsatz bringen kann -  weit und breit kein Schnee, wunderschöne, romantische  Landschaft. Doch plötzlich, wie mit dem Lineal gezogen, bergauf weiße schneebedeckte Baumwipfel, die Schneegrenze!

Die Erwartungen wurden vorläufig durch Ausläufer einer Schlechtwetterfront und Nebel getrübt, aber pünktlich zum Beginn des ersten Wettbewerbes „Schneeschuhlauf“ riss die Wolkendecke auf und präsentierte eine in jeder Hinsicht (alpin und nordisch) Top Ski Arena.
Die Idee  Renata Hönisch´s Schneeschuhlaufen in das Programm der Meisterschaften aufzunehmen, fand großen Zuspruch und ist eine schöne Ergänzung. Alle Schneeschuhläufer gingen hochmotiviert an den Start und stapften was das Zeug hielt. Allen voraus unsere Top Tischtennisspielerin Beate Bea, die erst vor kurzer Zeit das Schneeschuhlaufen für sich entdeckte und feststellte, dass der Schwarzwald ja  überaus geeignete Trainingsmöglichkeiten bietet.
Es kam wie es kommen musste: Beate, mit Susanne Bausch im Nacken, von Anfang an in Führung, lief als Siegerin durchs Ziel.
Herzlichen Glückwunsch Beate, diese glücklichen Momente hast Du Dir wahrlich verdient.
Tag 2 der Wettbewerbe, am Vormittag standen 2 Durchgänge Riesentorlauf auf dem Programm. TransDia Multitalent Chantal Bausch führte im ersten Durchgang der aktiven Frauenklasse, musste sich im 2. Durchgang aber erneut Ulrike Semrad aus Salzburg beugen und belegte einen, nur um wenige Hundertstel mehr, hervorragenden 2. Platz.
Dahinter, auf Platz 4 die Verfasserin dieses Berichtes und auf Platz 6 unsere deutsche Newcomerin Sylvia Sauer. Souverän schwang sie locker und schnell in beiden Durchgängen durch die Tore. Bravo Sylvia!


In den Herrenklassen des Riesentorlaufs konnte man fast schon Weltcup Atmosphäre riechen. Aus Polen kamen, direkt von den polnischen Meisterschaften alpine Cracks angereist und  aus Italien der amtierende Weltmeister der letzten Winter World Transplant Games Ermenio Rigos, nicht zu vernachlässigen der ebenfalls noch amtierende Weltmeister der WWTG Andreas Wieser als Lokalmatador.
Da ging es dann zur Sache, nicht nur dass diese „Profis“ in ihren Rennanzügen athletische „Bodyart“ zeigten, sie waren auch noch teuflisch schnell. Letztendlich entschied Ermenio Rigos (I) in 32,47 das Rennen vor Andreas Wieser (A) in 33,82 und Julian Stuffer (I) in 33,89 das Rennen für sich.
TransDia Sport ist begeistert über die Plazierung Martin Holzners 37,03 Sek.,4. Platz und Markus Malter 42,78 Sek. Platz 9.
Auch bei den „Veterans“ konnte gepunktet werden, dort belegte Thorsten Krasselt Platz 5 in 41,10 Sekunden und unser Peter Kreilkamp den 12. Platz.
Die Schnellsten aus allen Altersklassen waren 1. Ermenio Rigos/Italien, 2. Lukasz Bojanowski/Polen und 3. Andres Wieser/Österreich.
Der Langlauf fand dieses Jahr ohne deutsche Beteiligung statt, als anfeuernde Zuschauer waren wir aber Oberklasse.
Wie immer fand die Siegerehrung im Rahmen des festlichen Abends statt. Als Ehrengäste und Sponsoren der Abt des Stiftes Schlägl, der Gemeindepfarrer (ein Mitbruder des Abtes) und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Schwarzenbergs.
Nicht nur die hervorragenden Biere der Stiftsbrauerei, auch die destillierten Getränke der nahen und ferneren Umgebung machten diesen Abend zu einem intensiven Erlebnis. Außer dem sich wegen Erkrankung früh verabschiedenden Abt des Stiftes, nahmen die Ehrengäste tapfer die Herausforderung „Feiern bis zum Abwinken“ an.
Dem Vernehmen nach fanden bis spät in der Nacht Verhandlungen über den Ankauf von Bauland und deren Verwendung statt. Letztlich scheiterten Abschlüsse an  neuen Herausforderungen, aus gläsernen Behältnissen für hochprozentige, geweihtragende Flüssigkeiten Kunstwerke zu schaffen.
Ob diese Werke der Nachwelt erhalten geblieben sind entzieht sich der Kenntnis der Verfasserin. Mit Sicherheit steht aber fest, dass diese Aufgabe intensive Folgen mit sich brachten.
Wir danken unseren Freunden von ATSF (Austrian Transplant Sports Forum) für ihre Gastfreundschaft und versichern schon heute: Wir kommen wieder!

Fit for Life Kampagne

Transdia Kalender