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Im Internet ist die Teilnahme an o. g. Petition möglich, die sich gegen eine nicht sachgerechte, auf falschen Zahlen basierende Reduktion der der Dialysesachkostenpauschalen richtet!
Die Petition ist von der Ärztin Frau Dr. Eger, Berlin, initialisiert und wird von der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie unterstützt!
http://www.change.org/de/Petitionen/keine-kosteneinsparung-bei-der-dialysetherapie-von-nierenkranken
180 Millionen Euro pro Jahr wollen die gesetzlichen Krankenkassen bei den schwerstkranken Dialysepatienten einsparen. Dies ist nur der erste Schritt, eine weitere Verringerung der Dialysesachkosten ist bereits jetzt für den 1.1.2015 beschlossen!
Siehe Beschluss vom 19.03.2013:
http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/berufspolitik/?sid=835635
Ohne Not, denn den Kassen geht es gut!
Die Ausgaben für die Dialysebehandlung in Deutschland sind schon jetzt auf Discounterniveau. Alle anderen Länder geben mehr Geld für die Nierenkranken aus! Durch die geplante Kostenreduktion von 15% wird aus einer "qualitätsgerechten" Versorgung eine "schlechte" Versorgung werden. Eine Verkürzung der Überlebenszeiten der Nierenkranken wird in Kauf genommen. Eine gute Dialysebehandlung wird dann zum Privileg! Zweiklassenmedizin!
Jeden kann es treffen, denn jeder kann Nierenkrank werden! Es geht alle an, bitte unterschreiben und verbreiten.
Das Bundesministerium für Gesundheit hat jetzt 8 Wochen Zeit, das Vorhaben zu stoppen!
Diese Petition wird versendet an:
Petitionsausschuss deutscher Bundestag
Gesundheitsminister Herr Daniel Bahr
Staatssekretärin im Gesundheitsministerium, Frau Anette Widmann-Mauz
Frau Dr. Pfeiffer GKV-Spitzenverband
Herr Köhler, Kassenärztliche Bundesvereinigung
Herr Reschke, Bewertungsausschuss
Dr. med. Olaf Loke
Internist-Nephrologie, Hypertensiologe DHL
Nephrologische Gemeinschaftspraxis / Dialyse
Dr. Mohler - Dr. Loke - Dr. Meinke
Lüdenscheid & Plettenberg
Tel. 02351 – 968710
Transplantationsskandals im Bereich der Lebertransplantation in Deutschland. Angesichts des großen Organmangels bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen appelliert die Herzstiftung mit hoher Dringlichkeit an die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung. Die Zeit für Empfänger eines Spenderherzens drängt: „Die Wartezeit für eine Herztransplantation ist ohnehin viel zu lang und beträgt im Schnitt 16 Monate, so dass sich der Zustand vieler dieser schwerkranken Patienten erheblich verschlechtert. Die aktuelle Situation ist alarmierend, wenn wir zirka 90 Prozent aller Herztransplantationen bei Patienten durchführen, die bereits auf der Intensivstation liegen. Insbesondere bei Kindern sind Spenderherzen kaum verfügbar“, warnt das Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung, Prof. Dr. med. Jan Gummert, Direktor der Klinik für Thorax-, Herz- und Kardiovaskularchirurgie am Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen. „Uns sind Fälle bekannt, wo Kinder seit drei Jahren mit einem Kunstherz, dem sog. ,Assist-System‘, in der Klinik leben müssen. Für alle Patienten, Kinder wie Erwachsene, und ihre Angehörigen bedeutet das Leiden, das schwer zu ertragen ist.“
Neues Transplantationsgesetz: Bringt es Vertrauen in die Transplantationsmedizin?
Nach Angaben der Fachgesellschaft der Herzchirurgen (DGTHG) ist die Zahl der Herztransplantationen eingebrochen. Wurden im Jahr 2010 noch 379 Spenderherzen transplantiert, sank die Zahl von 355 Spenderherzen im Jahr 2011 auf zuletzt 327 (2012). „So verständlich die Verunsicherung vieler Menschen ist, so beschränken sich die Vorgänge bisher auf den Bereich Lebertransplantation und auf die Transplantationszentren Göttingen, Regensburg, München und Leipzig. Sie sollten niemanden davon abhalten, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen, um am Ende zu einer hoffentlich positiven Einstellung zu kommen. Organspende rettet Menschenleben“, sagt Prof. Gummert. Dass es im Bereich der Herztransplantation bisher zu keinen Manipulationsfällen gekommen ist, liegt u.a. daran, dass über den Dringlichkeitsstatus für eine Herzzuteilung nicht das Transplantationszentrum selbst, sondern drei unabhängige Experten (Auditoren), zwei internationale und ein nationaler, nach bestimmten festgelegten Richtwerten entscheiden. „Eben diese Regelung macht das System beim Herzen transparent“, sagt Prof. Dr. med. Dr. phil. Hermann Reichenspurner, Ärztl. Direktor des Universitären Herzzentrums Hamburg und Direktor der Klinik und Poliklinik für Herz- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.
Wichtig: Transplantationskonferenz nach Sechs-Augen-Prinzip und unangekündigte Stichproben
Das neue Transplantationsgesetz mit der Entscheidungslösung verbunden mit regelmäßigen Informationen über das Thema Organspende sieht die Deutsche Herzstiftung als „Schritt in die richtige Richtung“. Ein wichtiger Punkt im neuen Gesetz ist, dass Patienten in einer interdisziplinären Transplantationskonferenz mindestens nach dem Sechs-Augen-Prinzip besprochen werden müssen. Das betont Prof. Reichenspurner, Beiratsmitglied der Deutschen Herzstiftung. Zu diesem interdisziplinären Gremium sollen im Bereich der Herztransplantationen mindestens ein Herzchirurg, ein Kardiologe und ein unabhängiger Mediziner, der dem Ärztlichen Direktor des Klinikums unterstellt ist, gehören. „Um Manipulationen zu vermeiden, wird diese Transplantationskonferenz über die Aufnahme von Patienten auf die Warteliste entscheiden. Außerdem finden unabhängige Kontrollen statt. Künftig wird die Prüfungskommission unangekündigte Stichproben bei allen Transplantationszentren durchführen. Dies trägt noch stärker zur Gewährleistung der Verteilungsgerechtigkeit auf den Wartelisten bei und ist eine deutliche Verschärfung der Kontrollen“, erläutert Prof. Reichenspurner. Bislang sei man im Wesentlichen nur Hinweisen auf Unregelmäßigkeiten in den Zentren nachgegangen.
Ein Organspendeausweis kann kostenlos bei der Deutschen Herzstiftung angefordert werden unter: http://www.herzstiftung.de/organspendeausweis.html
Ein sechsjähriges Mädchen wartet seit Januar 2010 mit einem Kunstherzen auf ein Spenderherz. Was bedeutet das? Seine Eltern schickten der Kinderherzstiftung ihre Aufzeichnungen. Ein Auszug daraus: "Einzug in die Klinik und wohnen auf wenigen Quadratmetern; verbunden mit einem Luftschlauch und ,der Maschine'; Bewegungsfreiraum von ca. 2 Metern; kein Privatleben; kein Kindergarten, keine Ausflüge in die Natur, nicht mehr auf den Spielplatz gehen, im Sommer kein Schwimmbad oder einfaches Toben; im Winter kein Schlittenfahren; nicht einmal mehr duschen, unzählige Verbandswechsel, Schwierigkeiten, wenn der Körper den Fremdkörper abstoßen will; sehr viele Blutabnahmen, wöchentliche EKGs, Herz-Echos, tägliches Messen des INR-Wertes, jede Nacht am Monitor angeschlossen sein; Nasenbluten, das nicht aufhört und nur mit einer Tamponade zu stoppen ist; ständige Wechsel der Zimmernachbarn; kein Wegrennen und Tür zuschließen können, wenn einem danach ist."
6/2013
Informationen:
Deutsche Herzstiftung e.V.
Pressestelle:
Michael Wichert/Pierre König
Tel. 069/955128-114/-140
Fax: 069/955128-345
E-Mail:
wichert@herzstiftung.de/
koenig@herzstiftung.de
www.herzstiftung.de
Weitere Informationen:
- http://www.herzstiftung.de/organspendeausweis.html
- http://www.herzstiftung.de
Chirurgen schlagen Alarm: Nach dem Organspende-Skandal ist die Zahl der Herz-Transplantationen gesunken. Nur in sehr dringenden Fällen sei eine solche OP noch möglich.
Die Herzchirurgen in Deutschland beklagen einen Mangel an Spenderorganen. Die Zahl der Herztransplantationen habe einen "historischen Tiefstand" erreicht, teilte die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie mit.
Als Grund nannte sie unter anderem den Organspende-Skandal vom vergangenen Jahr. Dieser habe zu einer starken Verunsicherung und einem Rückgang der Zahl der Spenderherzen geführt. Eine Trendwende sei nicht absehbar.
"Ein normaler Patient hat kaum eine Chance, an ein Spenderherz zu kommen", sagte der Präsident der Chirurgen-Organisation, Friedrich Wilhelm Mohr. "Die Organe, die gespendet werden, bleiben den besonders dringlichen Fällen vorbehalten."
Mehr als 1.000 Patienten seien auf der Warteliste für ein neues Herz. Im vergangenen Jahr seien in Deutschland aber nur 327 Herzen transplantiert worden, sagte Mohr. Dies sei der geringste Wert seit Beginn der Zählungen 1994.
Normal seien mehr als 420 Transplantationen im Schnitt pro Jahr. Besonders stark sei der Rückgang in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres gewesen, nachdem der Organspende-Skandal Schlagzeilen gemacht hatte.
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aus www.zeit.de
Internisten und Chirurgen wollen Regeln für die Transplantationsmedizin aufstellen. Das Zauberwort heißt Transparenz. Sie darf nur nicht beim Arzt aufhören. Denn die Kontrolle über Informationssysteme in Kliniken reicht bisher nicht aus.
Die Deutschen Gesellschaften für Innere Medizin (DGIM) und Chirurgie (DGCH) haben eine Task-Force Transplantationsmedizin ins Leben gerufen, die Ende Februar zum ersten Mal tagen wird.
"Wir wollen die Diskussion über die Transplantationsmedizin nicht der Politik und der Bundesärztekammer alleine überlassen", begründet DGIM-Generalsekretär Professor Ulrich Fölsch die Initiative.
Tatsächlich fehlt einigen der politischen Reflexe auf die Vorkommnisse in Göttingen, Leipzig und anderswo die ärztliche Perspektive. So träfe eine Verringerung der Zahl der Transplantationszentren in erster Linie tausende Patienten mit Nierentransplantationen.
Nierentransplantationen waren aber von den Skandalen überhaupt nicht betroffen. Die Task-Force wendet sich gegen pauschale Forderungen nach Verringerung der Zahl der Zentren, nicht nur, aber auch, mit Blick auf Nierenpatienten.
Kriminellen Missbrauch eindämmen wollen die Fachgesellschaften durch mehr Transparenz auf Patientenseite. "In der Vergangenheit kam es vor, dass ein Patient an einem Zentrum wegen anhaltendem Alkoholismus keine Leber erhielt. Wenige Wochen später erhielt derselbe Patient anderswo ein Transplantat", so Fölsch.
Die Fachgesellschaften wollen so etwas durch ein zentrales Patientenregister erschweren. Auf mehr Patiententransparenz zielt auch das ebenfalls von der Task-Force geforderte Sechs-Augen-Prinzip: Außer dem Chirurgen und dem Internisten soll auch noch ein externer Experte Zugriff auf die Originaldaten bekommen, beispielsweise ein Labormediziner.
Das praktikabel umzusetzen, wird nicht einfach, aber es ist sicher machbar.
Wird das reichen? Nein. Es besteht die Gefahr, dass die Task-Force in einem zugegeben schwierigen Punkt zu kurz springt, nämlich bei der Transparenz auf Arztseite ...
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aus www.aerztezeitung.de vom 18.2.2013
Nach Angaben des Infozentrums für Prävention und Früherkennung (IPF) leiden rund fünf Millionen Menschen in Deutschland an Nierenfunktionsstörungen - viele ohne es zu wissen. Denn eine kranke Niere leidet zunächst ohne Symptome. Lebensgefährlich werde es, wenn die Nieren nur noch 15 Prozent ihrer Leistung bringen. Dialyse und Nierentransplantation sind oft der letzte Ausweg. Wie Sie Nierenerkrankungen erkennen und wer gefährdet ist.
Während Nierensteine und Nierenbeckenentzündungen heftige, akute Schmerzen verursachen, merkt man chronische Nierenleiden - zum Beispiel Durchblutungsstörungen der Niere - zunächst nicht. Doch gerade diese Schäden sind tückisch: "Chronische Niereninsuffizienz entwickelt sich langsam und schleichend, das merken Sie nicht", sagt Dr. Michael Daschner, Nephrologe und Vorsitzender des Verbands Deutsche Nierenzentren. Die Leistung der Niere nimmt kontinuierlich ab, ohne dass sich deutliche Symptome zeigen. "Erst kurz vor Ende zeigen sich Symptome wie Appetitlosigkeit und Übelkeit", sagt der Nierenspezialist. "Dann besitzen die Nieren aber oft nur noch 20 Prozent ihrer Funktion - bis zur Dialyse dauert es dann nicht mehr lange", so der Experte.
Nierenversagen endet tödlich
Erst wenn beide Nieren komplett versagen, sind die Anzeichen eindeutig: Es wird kein Harn mehr produziert, dafür lagert sich Wasser in den Beinen und der Lunge ein. Diese Harnvergiftung (Urämie) beziehungsweise Überwässerung führt innerhalb weniger Tage bis Wochen zu Herzschwäche, Übelkeit und Hirnschäden. Erhält der Patient keine Dialyse, verläuft ein Nierenversagen binnen weniger Wochen tödlich. Rund 60.000 Patienten hängen bereits an Dialyse-Apparaten, so die Angaben des IPF.
Die häufigsten Ursachen für chronische Niereninsuffizienz sind Diabetes, Gicht oder Bluthochdruck. Das Nierengewebe wird aufgrund dieser Krankheiten schlecht durchblutet und stirbt langsam ab. Weitere Gründe sind die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln oder eine familiäre Veranlagung für Nierenerkrankungen.
Frühzeitig Niere kontrollieren lassen
Risikopatienten sollten einmal im Jahr ihre Nierenfunktion ärztlich untersuchen lassen. Wird die Niereninsuffizienz relativ früh festgestellt wird, lassen sich weitere Schäden vermeiden. Für die Nierenuntersuchungen reicht dem Arzt meist schon eine Blut- oder Urinprobe. Die Bestimmung des Kreatinins im Blut sei derzeit die am meisten verbreitete Methode zur Bestimmung der Nierenfunktion, teilt das IPF mit. Allerdings sei der Wert stark abhängig von Alter, Muskelmasse und Geschlecht. Die Konzentration des Kreatinins steige erst an, wenn die Nieren nur noch die Hälfte ihrer Leistung erbringen.
Neue Testverfahren sind genauer
Doch es gibt neuere Testverfahren, die eine frühere und genauere Erkennung ermöglichen. So lässt sich die Konzentration der Eiweiße Cystatin C, Albumin sowie von Kreatinin, einem Produkt des Muskelstoffwechsels, messen. Besonders das Cystatin C lasse besonders detaillierte Rückschlüsse auf die Filtrationsleistung der Nieren zu, erklärt das IPF.
Niereninsuffizienz ist nicht heilbar
Heilen kann man die Niereninsuffizienz zwar nicht - aber man kann einen schweren Krankheitsverlauf verhindern. Dafür ist es wichtig, die Grunderkrankung, wie zum Beispiel Bluthochdruck, zu behandeln. Auch durch eine angepasste Ernährung sowie Medikamente lässt sich das Voranschreiten der Krankheit verzögern.
Quelle: cme / akl
Die Laborwerte Bilirubin, Kreatinin und Prothrombin im Blut sind entscheidende Parameter dafür, ob einem Patienten – und in welcher Dringlichkeit – eine Spenderleber von Eurotransplant zugeteilt wird. Allerdings: Für die genannten Laborwerte sind zahlreiche unterschiedliche Methoden in Gebrauch. Allein für die Bestimmung des Prothrombins (als INR-Wert) existieren 45 unterschiedliche Nachweismethoden.
Dieser Umstand kann zu deutlichen Verzerrungen für die Eingliederung auf der Warteliste für Spenderorgane führen, wie zwei US-Studien gezeigt haben: Dabei wurden die Blutproben von Patienten auf der Warteliste für eine Lebertransplantation untersucht, um den Einfluss der Labor-zu-Labor-Variation auf den sogenannten Lab-MELD-Score zu untersuchen (Die Abkürzung MELD steht für „Model for Endstage Liver Disease“ und gibt an, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Patient weitere drei Monate auf der Warteliste nicht überleben wird).
Die Parameter Bilirubin, Kreatinin und Prothrombin beeinflussen den Lab-MELD-Score, der die Reihenfolge für die Organvergabe beeinflusst. Im Rahmen eines Ringversuchs sollen die Untersuchungsmethoden harmonisiert werden
Dabei ergaben sich bei der INR-Bestimmung Unterschiede zwischen den jeweils mitgeteilten Scores von bis zu neun Punkten. Das ist eine erhebliche Differenz angesichts einer Score-Einteilung von 1 bis 40. Weitere Studien kamen zu ähnlichen Ergebnissen - auch für die anderen Blutparameter. Um einen Beitrag zu liefern, dass die wenig verfügbaren Organe gemäß der klinischen Notwendigkeit für Transplantationen verteilt werden können, startet die Deutsche Vereinte Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin in Zusammenarbeit mit dem Transplantationszentrum der Universitätsklinik in Frankfurt/Main einen Ringversuch mit dem Ziel, die Untersuchungsmethoden zu harmonisieren.
Der MELD-Score-Ringversuch sieht die Untersuchung von Patientenproben vor, die zu zwei Zeitpunkten entnommen waren, so dass im Kontext mit einer klinischen Fallbeschreibung mit den Ergebnissen der Laboruntersuchungen eine Plausibilitätskontrolle durchgeführt werden kann.
Abschließend wird auch der klinische Befund für die Meldung an Eurotransplant im Ringversuch evaluiert, um auch hier die Qualität des bestehenden Meldeverfahrens analysieren zu können. Der Ringversuch wird zunächst in einer Pilotphase an zehn ausgewählten Zentren evaluiert werden und anschließend allen interessierten Zentren zur Verfügung stehen. Der Start der Pilotphase ist aus aktuellem Anlass bereits für Februar geplant. Die generelle Teilnahmemöglichkeit am ersten regulären Ringversuch ist für Mitte 2013 vorgesehen.
Aktuelle Informationen für die Anmeldung werden auf der Homepage des Referenzinstituts für Bioanalytik (www.dgkl-rfb.de) erscheinen und an die Mitglieder der DGKL sowie alle Laborärzte von Transplantationszentren erfolgen.
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© zyl/aerzteblatt.de
Berlin – In Reaktion auf die die aktuellen Skandale in deutschen Kliniken fordert der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier, dass der Bundestag einen Transplantationsbeauftragten benennt. Damit könne man sicherstellen, dass der sensibelste Bereich in der Medizin einer stärkeren öffentlichen Kontrolle unterworfen werde, sagte er der Wochenzeitung Das Parlament vom Freitag.
Steinmeier beklagt, dass die Spendenbereitschaft in Folge der Verfehlungen in Göttingen, Regensburg, München und Leipzig stark abgenommen habe. Um verlorenes Vertrauen wiederherzustellen, erwarte die Öffentlichkeit von der Politik mehr als nur organisatorische Veränderungen, so Steinmeier. Zudem komme es darauf an, weiterhin „trotz allem für die Bereitschaft zur Organspende zu werben“. Steinmeier hatte selbst vor zweieinhalb Jahren seiner Frau eine Niere gespendet.
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aus: www.aerzteblatt.de
15.2.2013
Interessanter Artikel online: Tissue Engineering: Organe von der Stange
Frankfurt am Main, 05. Dezember 2012. Der ehemalige unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses, Dr. Rainer Hess, ist heute vom Stiftungsrat der DSO in den Vorstand der Stiftung berufen worden. Hess übernimmt das Amt zum 01. Januar 2013 für ein Jahr und soll die private Stiftung zu einer Einrichtung mit stärker öffentlich-rechtlichem Charakter umstrukturieren. Künftig werden auch Bund und Länder im Stiftungsrat vertreten sein. „Wir freuen uns, mit Dr. Hess eine Persönlichkeit gefunden zu haben, die die Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen wesentlich gestaltet und geprägt hat“, sagte der Vorsitzende des Stiftungsrates, Prof. Dr. Wolf Bechstein, nach der Sitzung des Stiftungsrates.
Auf Dr. Hess kommt die Aufgabe zu, die Umstrukturierung der DSO, insbesondere die notwendigen Satzungsänderungen, zügig voranzutreiben. Die Besetzung der demnächst vakanten Stelle des Medizinischen Vorstands soll vom Stiftungsrat in neuer Zusammensetzung mit Vertretern von Bund und Ländern erfolgen. Der derzeitige Medizinische Vorstand, Prof. Dr. Günter Kirste, scheidet altersbedingt am 31. Januar 2013 aus dem Amt. In derselben Sitzung wurden als neue Stiftungsratsmitglieder Prof. Dr. Norbert Klusen und Prof. Dr. Hans Lilie bestätigt.
Anmerkung: Ein Interview mit Dr. Hess wird im DM Heft 2013 abgedruckt.
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